Dies sind die wichtigsten Faktoren, die bestimmten, ob Ihr Netzwerk „VoIP-ready“ ist.

Latency (Verzögerung) – Ihr Wert sollte unter 150 ms liegen.
Latency tritt auf, wenn eine höhere als die normale Latenz im Netzwerk ist. Die Latenz ist die Spanne zwischen dem Zeitpunkt zu dem eine Person etwas zu sagt und dem Zeitpunkt an dem die andere Person hört, was gesagt wurde. Latenz verursacht nicht automatisch Probleme in der Audioqualität, aber wenn die Latenz über etwa 150 ms liegt, ist die Verzögerung für die Gesprächsteilnehmer spürbar.
Wenn Sie ein Latenzproblem haben, kann häufig ein einfaches Netzwerk-Tuning, das Problem lösen.

Jitter (Schwankungen) – Ihr Wert sollte maximal 10 ms betragen.
Jitter tritt auf, wenn Sprachpakete mit unterschiedlichen Verzögerungen beim Empfänger ankommen. Sie führen zu einer schlechten Sprachqualität.
Üblicherweise können diese durch die Defintion von QoS-Regeln oder Verringerung des Datenverkehrs im Netzwerk vermieden werden. Nutzer empfinden Jitter oft als schlechte Audioqualität.

Speed (Geschwindigkeit)
Für ein VoIP-Gespräch benötigen Sie eine Geschwindigkeit von rund 100 kbps. Sie sollten also eine ausreichende Bandbreite für die maximale Anzahl gleichzeitiger Telefongespräche haben. Rechnen Sie also mit 20 parallelen Gesprächen mit einer Up- und Downloadspeed von ca. 2 Mbps. Wird neben VoIP-Gesprächen auch der restliche Internet-Verkehr Ihres Unternehmens geführt, müssen Sie die dafür notwendige Bandbreite ebenfalls berücksichtigen.

Ein gutes Ergebnis bei diesen Kennzahlen ist zwar keine Garantie, aber ein guter Hinweis, ob Ihr Netzwerk für VoIP-Gespräche geeignet ist.